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Freitag, 21. April 2017

mon ami

salem hat einen neuen freund: mon
salem hat etwas widerstand, mon zu treffen, aber er fühlt sich nach dem treffen immer sehr inspiriert.

nach einem treffen mit mon, erinnert er sich:

1692. hexenprozesse. ja, er war dort und hat mitgemacht im spiel der ausgrenzung. unwissenheit war der henker. lieber handeln, bevor das unglück über die gemeinde kommt ... auch wenn kinder geopfert werden müssen. wehret den anfängen. für salem klang das logisch, denn er ist puritanisch aufgewachsen mit einem gesunden maß an misstrauen gegenüber allem fremden.

kinder, die sich seltsam verhalten, werden auf den richtigen weg gebracht, auch wenn sich herausgestellt hätte, dass sie die lösung und nicht das problem gewesen wären. wenn es die eltern nicht schaffen, muss es eben die gemeinde machen, sie in rechte bahnen zu lenken. wenn das auch nicht hilft, hilft nur eine drastische lösung. salem ist richter, und was er macht ist immer richtig, deshalb liebt er diesen seinen beruf so. seine entscheidungen werden von gott gelenkt, er braucht sich also keine gedanken zu machen. gott irrt nie.

salem fühlt sich als wichtiges mitglied der gemeinde und er spürt die achtung und angst, die ihm entgegengebracht wird. gott duldet keine hexen, sie arbeiten mit dem teufel zusammen und bringen unheil in die welt. man hat es also nicht mit wirklichen menschen zu tun, sondern mit einer gefahr für die seelen der gemeinde.

salem fällt sein urteil: tod durch verbrennung. der teufel scheut das licht, also kann man nur so die seelen der kinder retten. das urteil wird versiegelt im blutrot des stempels von massachusetts.

salem fragt sich, wo das wohl wieder herkommt, diese erinnerung an graue zeiten. kann es sein, dass etwas in dieser heutigen zeit diese erinnerungen in neue resonanz bringen und nach neuen antworten suchen ...

muss mon fragen, denkt er sich.



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