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Mittwoch, 5. September 2018

in der wüste


salem hört den ruf der wüste. ein sandsturm ist der bote und eine schlange bietet sich ihm als führer an. SALEM LIEBT SCHLANGEN, deshalb folgt er ihr in das ewige weiß dieser wüste. die sandkristalle knirschen laut unter seinen bloßen füßen und zerfallen dabei zu staub. er bemerkt ihre quaderförmige struktur, salem ist mit dieser form vertraut. er lässt sich jedoch nicht ablenken, hat seinen blick auf die schlange vor ihm gerichtet und er fragt sich, wo sie ihn wohl hinbringen wird. 

salem verliert sehr schnell jegliche orientierung in der monotonie der landschaft. die wüste hat nichts von dem, wie er sie sich vorgestellt hat, es ist eine monotone wiederholung von formen und farben, sein blick findet keine ankerpunkte, an denen er sich auch nur ansatzweise orientieren hätte können.  es gibt nur sanddünen, gleichförmig anmutende erhöhungen und vertiefungen. zumindest gibt es meine fußabdrücke, denkt er sich und dreht sich um, um seine spur zurück zu verfolgen. er bemerkt, dass der aufkommende wind seine spuren verweht hat und stattdessen ein wellenmuster in den sand zeichnet. salem ist fasziniert von diesem muster, von seiner komplexität und schönheit.

als er sich wieder umdreht, ist die schlange verschwunden. ihm ist schon aufgefallen, dass sich ihre haut immer mehr dem weiß der wüste angepasst hat, chameleonhaft. als er sie zum letzten mal bewusst wahrgenommen hat, hatte sie den anschein von durchsichtigkeit. jetzt hat sie sich aufgelöst, wie salzkristalle im kochenden wasser.

wo ist sie hin?
salem beginnt seine suche und stellt schnell fest, dass er nicht die schlange sucht, sondern sich selbst und seine innere weisheit .... sieben kristalle der weisheit sind in dieser wüste verborgen. Welche? das findest du hier heraus.

Dienstag, 7. August 2018

will nichts

so, ohne arbeit, wieder mit meinen süchten konfrontiert, überforderter verstand, viel zeit, schwärze im herzen.

jeder normale mensch würde zu ärzten, therapeuten, heiler und gurus gehen. meine "innere stimme" sagt aber:

verändere nichts, will nichts!

das ist sowas von entlastend gewesen, war sofort mehr bei mir.

das ist auch schon wieder meine erkenntnis des tages. weiss nicht, ob mich das beruhigen oder beunruhigen sollte: will nichts.

"will nichts" hört sich an wie "erlaube" und es funktionierte wirklich sehr gut. es nahm mir den stress, nicht die ausgetretenen wege zu beschreiten sondern meinen eigenen. hat sofort was verändert, ein bewusster werden des "nichts" in mir



Sonntag, 29. Juli 2018

I don't let you fall asleep ....





ich wollte ja was über ablenkungen schreiben, aber dieses video bringt es auch auf den punkt ...

Mittwoch, 18. Juli 2018

salem's flügel

salem bemerkt plötzlich, dass er flügel hat. es scheint ihm, als ob sie immer schon da waren. er hat sie nur nicht bemerkt. sie sind groß und schwarz und sie fühlen sich sehr echt an. salem ist überrascht und hingerissen gleichzeitig.
"wenn ich flügel habe, kann ich dann fliegen?" denkt er sich und bewegt seine neuen körperteile. die flügel wirbeln zwar staub auf, aber sonst bleibt salem am boden. irgendwie erzeugt die schwärze der flügel eine art gravitationseffekt nach unten. salem beginnt zu weinen. die hoffnung, jemals aus eigener kraft fliegen zu können, scheint dahin zu schmelzen. was salem im augenblick seiner trauer nicht bemerkt, ist dass mit jedem tränentropfen mehr, die spitzen seiner flügel golden zu strahlen beginnen, so als ob die schwarze schicht durch sein weinen abgewaschen würde.

da salem hinten keine augen hat, bekommt er das alles nicht mit, aber er spürt trotzdem durch die flügel eine art energiestrom in sich hineinfließen. zuerst in seinen rücken, dann in sein herz und von dort weiter in seinen restlichen Körper. und sogar, wie er überrascht feststellt über seinen körper hinaus, bis er das gefühl hat, er befindet sich in einem luftballon aus diesem etwas. er spürt, wie er zu neuem leben erwacht, genährt von etwas, das er nicht kennt, aber das sich verdammt gut anfühlt. "gut für's herz", denkt er sich, "immerhin, weinen hat was!"

mehr salem findest du hier:
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oder als Taschenbuch ebendort


Sonntag, 15. Juli 2018

salem microgeschichten

meine gesammelten salem - microgeschichten gibt es jetzt als e-book auf Amazon:
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viel spaß beim lesen! und schreibt eine rezension ...

Montag, 18. Juni 2018

der souveräne schöpfer

ich bin nun voll in meiner arbeitslosigkeit angekommen, so scheint es. das ist meine souveräne schöpfung, also:

vor ungefähr einem Monat fällt mir mein linkes ohr zu, als ich gerade einen channel von st. germain über die "ICH BIN Schöpfung" höre. ich bin schöpfung, also lasse ich mein linkes ohr nicht mehr hören. das ohr macht seitdem probleme. anfangs war es nur zugefallen, später hat es zusätzlich angefangen, weh zu tun und ich bin seitdem in ärztlicher behandlung, hören tue ich immer noch nichts. dafür tropfe ich das ohr ein und es verstopft sich regelmäßig. seit ein paar tagen nehm ich antibiotika,  die irgendwie sonderbare auswirkungen auf meine psyche haben. ich will nichts mehr wissen und nichts mehr hören. dazu habe ich angstzustände, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in dieser welt noch funktionieren kann. ich fühle mich wertlos und antriebslos und habe keine perspektive in meinem leben. ich fühle mich den anforderungen des lebens nicht gewachsen. ein wunder, dass ich noch atme. das nennt sich wohl depression, wenn ich mir das so aus der entfernung durchlese. ob das nun von den antibiotika, der arbeitslosigkeit oder der umstrukturierung meines körpers ist, ist belanglos. ich bin dort, wo ich bin. ich brauche zeit für mich.

ich will also nicht hören und glauben, dass ich ein souveräner schöpfer sein kann und mit meiner persönlichen energie erschaffe. ich glaube, ich bin klein und unfähig, mein leben auf die reihe zu kriegen, und ich brauche energie von außen, um zu überleben. ich lebe in der hypnose der 99% und habe kein gegenkonzept, außer das wissen, dass es anders gehen kann. aber mein hypnotisiertes ich glaubt nicht, dass es einen weg gibt, der nur für mich ist.

ich bin von einer abhängigkeit (arbeit für jemanden oder etwas) in eine andere geraten (abhängigkeit vom geld des ams). beides fühlt sich nicht gut an. ein blödes spiel.

ich hab da was in meinem ohr …