Hypnose und Ablenkung

Dienstag, 6. Juli 2021

Damals in Atlantis ...

Damals in Atlantis ...

Die Königin der Wasserstadt bemerkte, dass das Wasser ihrer Kanäle immer weniger wurde. Sie schickte einen Diener aus, um zu erkunden, was denn mit dem Wasser los war, wo es hinfließt. Der Diener mit dem Namen An Shesh begab sich sofort auf die Suche. Die Suche führte ihn in einen Tempel, der über einem unterirdischen Fluss gelegen war. An Shesh wusste nichts von diesem Tempel und warum er über einem Fluss gebaut wurde. Er wollte eintreten, aber ihm wurde der Eintritt verwehrt. Der Pförtner an der Türe sagte ihm, dass dieser Tempel für Diener tabu war, auch wenn sie die Diener der Königin sind. Mit gesenktem Kopf drehte der Diener um, und berichtete der Königin von dem Vorfall, in der Hoffnung, dass sie ihm irgendwie die Türe dorthin öffnen könnte. Aber auch die Königin wusste, dass dieser Tempel nur für Wissenschaftler vorgesehen war und alles, was darin geschah, war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

An Shesh war kein Mann, der sofort aufgab, deshalb ersann er sich einen Plan, wie er dennoch in den Tempel reinkommen könnte. Eine innere Stimme flüsterte ihm zu: „Folge dem Fluss des Lebens und du wirst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.“  So hatte er die Idee, einfach dem Fluss zu folgen, der irgendwann unter den Tempel führt und dort zu verschwinden scheint. Im Schutz der Dunkelheit stürzte er sich in die Fluten und ließ sich im Fluss unerkannt in Richtung Tempel treiben. Beim Tempel angekommen, verschwand der Fluss in einer Erdspalte, ohne, dass Platz zum Atmen wäre. „Im Namen der Königin!“ dachte sich An Shesh und ließ sich mit dem Fluss in die Erdspalte treiben. Der Fluss wurde schneller und er saugte ihn mit sich in das zu ergründende Geheimnis ein. Fast hätte er unter Wasser schon das Bewusstsein verloren, als er ober sich etwas schimmern sah, etwas, das wie ein riesiger Kristall aussah, der ins Wasser ragte. Er schwamm mit letzter Kraft darauf zu und wollte gerade auftauchen aus etwas, das wie ein unterirdischer smaragdgrüner See aussah, als aus dem Kristall ein Blitz direkt in seinen Körper fuhr. Er verlor sein Bewusstsein und als er aufwachte bemerkte er, dass sein Körper tot auf der Wasseroberfläche trieb. Wie konnte er aber wach sein, wenn er tot war, fragte er sich und schaute auf sich hinunter, da bemerkte er, dass sein „Körper“ der Kristall war, aus dem der Blitz gekommen war. Ihm wurde langsam klar, dass sein Bewusstsein im Kristall gefangen war, er sich aber voller Leben fühlte, diese Energie wurde aus dem Wasser abgeleitet, in den Kristall hinein gespeichert. Der Kristall war sowas wie ein Energie-Akkumulator, ein Energie-Sammler.

Einmal am Tag kam ein Wissenschaftler und extrahierte mit einem fremdartigen Gerät, etwas von der Energie dieses Kristalls. An Shesh fühlte sich jedes Mal schwach, wenn die Extraktion stattfand. Aber seine Energie wurde durch das Wasser immer wieder aufgeladen.  Der Tag kam, an dem das Wasser immer weniger wurde und der Kristall plötzlich nicht mehr die Energie von ihm aufsaugen konnte. Es gab auch für die Wissenschaftler nichts mehr zu extrahieren, und so transportierten sie den Kristall in eine Endlagerstätte für ausgebrannte Kristalle. An diesem Ort war die einzige Lebensenergie die von An Shesh, der sich schon damit abgefunden hatte, bis ans Ende der Zeit im Kristall gefangen zu bleiben.

Eines Tages war ein Zittern im Erdreich zu spüren, An Shesh spürte es genau, es kam aus den Tiefen unter seinem Kristall und wirbelte alle Kristalle in der Lagerstätte durcheinander und sie wurden schließlich von einem Wasserschwall fortgespült. Die Kristalle waren wieder unter Wasser und sie konnten sich wieder aufladen. Das Wasser war diesmal Meerwasser und Atlantis war Geschichte. An Shesh war am Meeresgrund und beobachtete fasziniert die neue Welt. Er beobachtete, wie die Delfine neugierig seinen Kristall mit ihren Nasen anstupsten, so als ob sie ihn begrüßen würden. Er gewährte kleinen Meereslebewesen Unterschlupf, die sich alsbald auf ihn ausbreiteten und ihn unter ihren Exkrementen und Kalkablagerungen begruben.  Die sprichwörtliche ewige Finsternis wurde für An Shesh Realität. Mit der Finsternis verlor auch Raum und Zeit seine Bedeutung für ihn.

Nachdem es im Außen nichts mehr für ihm zu sehen gab, lenkte er seinen Blick nach innen, in seine Welt, die aus Gedanken, Gefühlen und Träumen bestand. An Shesh war schon länger aufgefallen, dass ihn eine Kraft im Kristall gefangen hielt. Er hat immer geglaubt, sie käme aus der Außenwelt, eine übermächtige gravitative Kraft.  Aber plötzlich hatte er die Idee, dass sie aus ihm selber zu kommen schien. Wenn dem so war, dann hätte er sich selber eingesperrt. Das war für ihn anfangs eine nicht zu akzeptierende Vorstellung. Aber da es für ihn nichts anderes zu tun gab, stellte er sich vor, was wäre, wenn das tatsächlich der Fall wäre. Er müsste annehmen, dass in ihm mehrere Personen am Werk wären, und mindestens eine davon war ihm nicht bewusst. „Wenn mir eine innere Peron nicht bewusst ist, dann könnte es noch viel mehr Personen geben, die mich an der Nase herumführen wollen“, dachte er sich. „Ich möchte die kennenlernen!“ Und kaum hatte er seinen Wunsch formuliert, tauchten aus seinem Inneren Scharen von Wesen auf, die sich ihm bekannt machten. Er ließ sie kommen und begrüßte sie als Teil von sich selber. Er fühlte sich plötzlich nicht mehr alleine in seiner Kristallwelt. Er hatte Begegnungen so wie früher in seiner alten atlantischen Welt. Er war dabei sich seine eigene Welt zu erschaffen. Er wollte wieder einen Körper haben und siehe da, er hatte plötzlich wieder einen Körper. Dieser Körper fühlte sich viel vertrauter an als sein alter Körper, den er vor langer Zeit verlassen hatte.

Dann kam ihm eine Erleuchtung: „Kann es sein, dass auch mein Kristall aus meiner inneren Welt kommt?“ Wenn dem so wäre, hätte er ihn selbst heraufbeschworen. Er hätte sich sein eigenes Gefängnis gebaut. Also erschuf sagte er dem Kristall, er solle sich auflösen und ihn freilassen. Der Kristall gehorchte An Shesh sofort und im nächsten Augenblick war er frei und konnte sich seinen Weg in sein eigenes immaterielles Reich gehen. Er bemerkte auch, dass er nicht mehr innerhalb von Raum und Zeit war. Auch Raum und Zeit war ein Wesen, das er erschaffen hatte. Er fühlte sich plötzlich sehr frei und blickte auf sein selbsterschaffenes Reich.

An Shesh vermisste die Materialität der Erde, er wollte sich wieder einmal in diese so andere Welt begeben. Diesmal aber wollte er nicht als Diener einer Königin auf die Welt, sondern als jemand, der den Menschen den Weg in die eigene Freiheit zeigt – und Freiheit ist ein seltenes Gut auf der Erde. So wurde er Dehypnotiseur und dehypnotisierte die Menschen mit kleinen Kristallen …


Donnerstag, 22. Oktober 2020

miniatur x

 

Klobürstenblume
schön
praktisch


Montag, 12. Oktober 2020

treehugger

Zeit, ein paar Bäume zu umarmen ...


acryl auf amazon-schaumstoffverpackung mit serviette und untersetzer

 

Mittwoch, 7. Oktober 2020

POC

In der Kryptogeld-Szene ist es üblich, die Computer Geld erzeugen zu lassen nach verschiedenen Kriterien. Bei Bitcoin ist es der Proof of Work (POW). Der Computer muss sich anstrengen und viel Energie verbrauchen um dann einen Coin auszuspucken. Das ist nachempfunden den Menschen, die sich anstrengen müssen, um dem Leben ein paar Kröten abzutrotzen. Der Wert des Geldes ist sozusagen verknüpft mit dem Leiden der Maschine an den sinnlosen Rechenaufgaben (erinnert mich an die Mathematik Zentralmatura). Es gibt noch einige andere Gelderzeugungsprinzipien: die Banken drücken auf eine Taste am Computer, die für sie das Geld erzeugen und sagen den Menschen: das schuldest du mir jetzt (hättest du nicht gefragt...) und du musst deine Schuld (und noch ein paar Zinsen dazu) abarbeiten oder mir dafür deine Wohnung hergeben (POG: Proof of Guilt).

Diesen  Prinzipien müssen unbedingt ein paar neue, weniger dysfunktionale Prinzipien entgegengesetzt werden: eins davon ist der PON (Proof of Nothing), d.h. du musst gar nichts tun, um Geld zu erzeugen. Das ist das, was Banker immer schon gemacht haben. Für Leute, die gerne für Nichts einen Gegenwert leisten wollen, habe ich noch ein anderes Prinzip: POC (Proof of Compassion). Damit du Geld erzeugen kannst, musst du zumindest beweisen, dass du ein mitfühlendes Wesen bist. Wenn das ein Computer erzeugt, muss der das beweisen, sonst ist es ihm verboten Geld zu erzeugen. Um ein solches Programm oder eine solche KI zu erzeugen, braucht es mitfühlende ProgrammiereInnen, Ich hätte gern Geld von einer mitfühlenden Maschine, das fühlt sich gut an.

Dienstag, 6. Oktober 2020

Lass mich kommunizieren

Eine Stimme aus dem Nicht-Raum sagt mir: 

Lass mich kommunizieren. Du kannst dich entspannen. Du brauchst nichts zu sagen oder zu tun.

Das war für mich eine weiterführende Erklärung, warum es besser für mich ist, nichts zu sagen, also still zu sein, eine Aufforderung, die ich oft bekommen habe (z.B. einmal von Aandrah Delaney). Natürlich habe ich mich nicht daran gehalten, sonst hätte ich die ganzen Jahre über stumm sein müssen. Schweigegelübde hatte ich früher genug, genauso wie damit einhergehende Probleme mit sprachlichem Ausdruck.

Aber jetzt, keinen Sprachdruck mehr. ES kommuniziert und ich kann zuschauen, zuhören und zufühlen, wie es das macht.

Seelenkommunikation ist ein interessantes Ding. Es kommuniziert mit meiner ganzen Welt gleichzeitig und ist nicht an Raum oder Zeit gebunden. Ich war so mit Kommunikation beschäftigt, dass ich MEINE Kommunikation nicht wahrgenommen habe.

Und ja, was ich schreibe ist deshalb belanglos, weil es nicht authentisch ist und nie sein kann. Aber es ist zumindest eine Erfahrung, wie Kommunikation nicht funktioniert. Sie ist von meinem Mind gefaked andere sagen passender "mind-fuck" dazu.