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Freitag, 9. September 2016

flow und out of flow

meine geschwindigkeit

heute in der früh, als ich aus meinem angst-alptraum aufgewacht bin, dachte ich mir, ich mache heute etwas anders in meinem leben. das erste, was zu mir gekommen ist, war dass ich die strecke von mir bis in die arbeit zu fuß gehen könnte mit der auflage: in meinem tempo und so, dass es mir am meisten spaß macht.

so bin ich um 10 vor halb acht weggegangen, über die brücke die donau entlang richtung milleniumcity. der tag war klar und sonnig, die luft frisch und feucht von den ersten herbstnebeln. wie langsam oder schnell kann ich gehen, damit ich die umgebung mit allen meinen sinnen wahrnehmen kann? ich genoß das grün der bäume und wiesen, das weiche fließen der donau, die geräusche von vögeln, die hintergrundgeräuschkulisse des handelskais hinter dem damm.

der anblick eines toten kaninchens, das offenbar von einem fahrradfahrer gekillt wurde störte meinen Strom der Freude und ich dachte mir, was hat das schon wieder zu beteuten? ein totes schwarzes kaninchen daneben ein blutfleck am asphalt? meine angst vor dem tod, mein leben in angst, das mich eines tages töten wird? und mein verstand arbeitete mindestens eine minute auf hochtouren und mein fluss war abgerissen, ich nahm nichts mehr wahr, was um mich noch passierte. so atmete ich ein paar mal tief durch und brachte mich wieder zu mir und zum fluss zurück, nach einer weiteren minute war ich wieder in meinem rhythmus, der weder schnell noch langsam war und ich erreichte die millenium city und die u6.

es war 20 vor 8 und ich beschloss 2 stationen mit der u-bahn zu fahren, die zwei, wo es durch dicht bebaute stadt geht, das war eine natürliche entscheidung, die mir einfach durch den natürlichen fluss der dinge nahegelegt wurde. dann bin ich also nur noch die letzte station zufuß gegangen und es war der weg an der spittelau vorbei, ohne autos, durch parks über den donaukanal bis dorthin, wo ich arbeite. ich war um punkt 8:01 dort.

ist das letzte ziel unverrückbar?  es macht mir herzweh und ich gehe noch immer dort hin, dabei ist die erde ein garten eden, wo alles da ist aber jemand in meinem inneren ist anderer ansicht. der innere diktator, der sagt, geh dorthin, wo du angst hast. wie freudlos ist das denn??

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