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Dienstag, 10. September 2013

erinnerung neu

hinter meinem herzen befindet sich ein roter see aus angst und schuldgefühlen. vor mir ein see an neuen möglichkeiten. der rote see läßt mich nicht klar sehen, was meine möglichkeiten sind. aber eine ahnung davon habe ich. ich weiss, es gibt "mein neues leben".

nur läßt meine schuldgetränkte wahrnehmung  nicht zu, ins volle leben einzutauchen. die zwei aspekte von mir sind miteinander im krieg. die eine seite des konflikts erzeugt eine unstillbare sehnsucht nach leben, die ander seite erzeugt ihre nichterfüllung.

diesen internen krieg hab ich in den letzten tagen mitangesehen. er führt dazu, dass ich nicht fähig bin, bei mir zu sein und meinen impulsen zu folgen. er führt dazu, dass ich monatelang nichts von mir hören lasse.

ich bin neugierig, wer gewinnt.

in den letzten tagen habe ich das bedürfnis, mich zu bewegen, im leben zu sein, viel zu wandern, etwas neues zu erleben, meine große liebe zu mir selbst entdecken, mich neu wahrzunehmen, die welt um mich herum  immer neu wahrzunehmen. durst nach neuen erfahrungen.

hat sich mein see in mir verändert, als ich ihn wahrgenommen habe? es ist nicht möglich, dass er gleichgeblieben ist, ich fühle mich so frisch und lebendig und neugierig. lebendig genug, dass ich wieder mal ein paar zeilen von mir gebe. ist das jetzt ein ausdruck der liebe zu mir selbst? ja, denn es fühlt sich gut an.

ich gehe durch eine zeit, wo mir nichts aus meiner vergangenheit mehr wichtig ist. ich vergesse fast alles, was ich gesagt habe, was ich getan habe einen augenblick später. was dann läßt mich leben? alles, was ich erlebe fühlt sich sehr echt und intensiv an. aber ich hänge nicht daran, es hat keinen wert außer in dem augenblick, in dem es auftaucht.

ich bekomme schon seltsame blicke aus meinem umfeld, weil ich so schnell vergesse. ich vertausche auch schon artikel wie jemand, der nicht gut deutsch kann. die grammatikalisch richtige aussprache geht den bach runter. dafür habe ich manchmal gefühle von reinster klarheit im kopf, die belohnung des auslöschens meiner erinnerung. ich vertraue dem leben mehr, als jemals zuvor, obwohl ich weiss, ich kann mit diesem schlechten gedächtnis keine "normale" kopfarbeit mehr bewerkstelligen. ich will auch nicht, kopfarbeit macht mir nur noch kopfschmerzen.

alles was ich noch will, ist die große liebe meines lebens zu finden. die liebe zu mir selber.

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