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Dienstag, 21. März 2017

schönheit und/oder wissenschaft

eine grundsatzentscheidung in mir fällt an.

wohin soll ich mich weiterentwickeln:

in richtung schönheit und kunst oder in richtung wissenschaft.

der sinn für schönheit ist bei mir unterentwickelt und die wissenschaft macht mir oft kopfschmerzen, obwohl es den verstand sehr befriedigt, etwas zu wissen. es heißt auch, etwas zu meistern, es zu kontrollieren und es zu beherrschen. bis jemand kommt, der es völlig anders sieht und es auch richtig ist. wissenschaft nimmt den ängstlichen angst. und davon hab ich genug in meinem leben. aber wissenschaft ist oft nur eine beruhigungspille, weil es immer auf annahmen beruht, die ihrem wesen nach begrenzt und nicht offen für neues sind. sie haben die tendenz zum dogma und angst vor ihrem eigenen tod (der irgendwann dennoch kommt). von freiheit in der wissenschaft ist momentan nicht sehr viel zu spüren und die fundamente bröseln.

schönheit und kunst hingegen ist unbeweisbar. es ist der riesige raum zwischen dem wiederholbaren. ohne freiheit keine schönheit. nur wer frei und offen ist, nimmt die schönheit wahr. sie ist eine art übergeordneter sinn, der allen wesen und dingen innewohnt. wenn man versucht,,schönheit zu messen, verpasst man sie, denn es ist eine erfahrung, die man macht. wissenschaft ist eher ein standardisiertes verfahren mit klaren richtlinien, wann und in welchem rahmen ein ergebnis richtig oder falsch ist. nur wenn etwas wiederholbar ist, ist es auch der überprüfung zugänglich, also falsifizierbar. genaugenommen ist natürlich nichts wiederholbar. es gibt immer sogenannte messfehler, die bei jeder messung anders sind und nur statistisch herausgerechnet werden. wie das passiert ist übereinkunft der betreffenden wissenschaftler ihres jeweiligen fachs.

das schöne an der kunst ist, dass sie nicht überprüfbar ist und somit kann man bei ihr keine fehler machen. es kommt nie etwas falsches zustande. man ist im eigentlichen sinne des wortes schöpfer ohne viel selbstzensur.

dann gibt es die bereiche, wo sich kunst und wissenschaft treffen. ein künstler macht z.b. wiederholbare kunst und kommt drauf, dass das nicht geht. ein wissenschaftler untersucht nicht wiederholbare prozesse und macht bekanntschaft mit der inneren schönheit der dinge. und er versucht seine erfahrungen zu vermitteln und er wird nicht verstanden, weil die anderen die schönheit in diesem prozess nicht verstehen können.

an der grenze verschwimmen wissenschaft und kunst. die person gibt sich dem fluss der entdeckungen und erfahrungen hin und weiß, dass alles richtig ist, was sie macht.

also, um zu meiner entscheidung zurückzukommen, ich habe beschlossen, mehr schönheit in mein leben zu lassen, schönheit quasi zu erschaffen und sie dann wahrzunehmen. schönheit erhebt den menschen mehr als alles andere, finde ich.

schönen frühlingsbegin, schönes nowruz (persisches neujahr), schöne tag- und nachtgleiche wünsche ich euch.


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