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Dienstag, 20. September 2011

im urwald

wie ist es, durch die angst zu gehen.

für mich war es, als ob ich den direkten weg nach hause nehme. nur, der direkte weg führt durch den dschungel, und überall lauern potentielle gefahren. die entscheidung, dort durchzugehen erfordert viel mut.

es bedeutet, die teile von sich zu sehen, die nicht zu hause sind, die tiere, die ich mir als warnung selbst in den weg gestellt habe: schlangen, tiger, krokodile, spinnen, motten, zecken, blutegel, fledermäuse, menschenfresser ...

aber die entscheidung, nach hause zu gehen (oder besser: bei sich selbst zu sein) schlägt eine schneiße in den urwald, einen sicheren weg. auf diesem sicheren weg begegnen dir alle tiere, vor denen du normalerweise wegläufst. du hast sie ja als warnung dort hingestellt, um eben nicht nach hause zu kommen. sie sind da und tun das, wofür sie gemacht wurden. sie machen dir angst, sie jagen dich vor dir selber weg.

wenn du dich dafür entscheidest, nach hause zu dir zu gehen, fragen dich die tiere, ob sie noch gebraucht werden, sie tauchen auf. sie dienen dir.

du sagst ihnen, du gehst nach hause. und wenn sie möchten, können sie mitgehen. ihre arbeit ist vorbei. du dankst ihnen und lässt sie los. du erlaubst ihnen, dir anders zu dienen. so wird die karawane der heimkehrer immer größer. du wirst immer größer. du bist immer mehr bei dir selber.

je klarer deine entscheidung, desto weniger bockig sind die tiere. und: du begegnest einem tier nach dem anderen, immer soviel, wie du gerade verarbeiten kannst.

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