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Freitag, 29. April 2016

-6°C

habe eben gehört, dass puchberg am schneeberg heute der kälteste ort österreichs ist. dort sind vor ende des 2. weltkrieges die nazis in österreich mit ihrem gestapo hauptquartier hin übersiedelt, dorthin wo heute das volkshilfe haus ist. jetzt leben dort körperlich und geistig behinderte menschen. also jene gruppe, die umzubringen sich österreichische naziärzte hervorgetan haben. als die russen zur befreiung kamen, hat es dort massenvergewaltigungen von ebendiesen an den einheimischen frauen dort gegeben (kenne einen fall aus der verwandtschaft von dort). deshalb sind die nazis dort besser angeschrieben, als die befreier.

ich wohne manche wochenenden im haus daneben, das ludwig wittgenstein 4 jahre bewohnt hat. auch dort waren nazis einquartiert und ich friere immer, wenn ich dort hinkomme, auch weil wir ebenerdig  wohnen und die mauern sehr dick und feucht sind.

ich weiß, dass unter ärzten (und rechtsanwälten) die burschenschaften immer noch sehr beliebt sind und dass es nicht den anschein hat, dass sich irgendwer dort die mühe gemacht hätte, diese tatsache zu hinterfragen, geschweige denn dagegen aufzutreten. kinder von ärzten werden mit höherer wahrscheinlichkeit wieder ärzte, als andere kinder. so wird auch die politische gesinnung gut konserviert, wenn schon die großeltern und eltern diese weltanschauung teilten. die deutschnationalen verbindungen sind immer noch das netzwerk für strategisch wichtige jobs in den heimlichen machtzentralen des systems österreich. eine art neo-nationalsozialistische lobby eben. sie wollen immer dort hin, wo das geld ist. nie dienen sie dem fortschritt österreichs. es geht um macht und geld. (psychoanalytisch ist machtstreben mit den analfunktionen asozziiert)

ich versuche nur zu verstehen, warum österreich heute da steht, wo es eben steht. und ich versuche etwas licht ins dunkel zu bringen, weil ich immer noch geschockt bin, dass zumindest ein drittel der österreicher rechtsradikales gedankengut einfach so akzeptiert und gutheißt.

ich bin auch gezwungen in mich zu schauen, wo mein innerer rechtsradikaler ist. und auch dort werde ich fündig, d.h. hass und wut lebt auch in mir. in meinen frühesten träumen bin ich oft in die jauchengrube (braun) gefallen, oder habe vom teufel alpträume gehabt, der auch wie scheiße ausgesehen hat. später habe ich im traum festgestellt, dass unter der braunen jauche klares wasser ist, wo ich schwimmen kann. diese träume haben ganz aufgehört. und sie hatten alle mit angst vor diesem teil in mir zu tun. aber ich fürchte mich immer noch vor den starken männern, die ihren selbstwert erhöhen, indem sie andere demütigen (...). ich fürchte mich vor mir selber, was ich alles anrichten könnte, wenn ich diesen teil von mir rauslasse. (ich weiß ziemlich sicher, dass ich als aspekt aus einem früheren leben einen glühenden nazi in mir beherberge. wieso sonst sollte ich dieses schwere thema immer und überall anziehen? mehr oder minder rechtsradikale begegnen mir überall, wo ich hingehe.

in den letzten tagen hatte ich immer leichte angstzustände am morgen, kann mich ganz schlecht abgrenzen von diesem medialen lärm da draußen. ich sehe die menschen, mit denen ich gemeinsam  arbeite, 90% von ihnen möchten um österreich mauern bauen und im eigenen saft schmoren. und die immigranten, die schon länger in österreich leben, die fühlen sich vom fremden am meisten bedroht. sie stehen wahrscheinlich mehr in konkurrenz zu den neuankömmlingen, weil sie arbeiten um weniger als die neuen grundsicherung bekommen. eine neiddebatte ist also in vollem gang.

stop jetzt, atmen, atmen, atmen ...

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