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Montag, 12. April 2010

demut

neulich, beim festival der liebe in rosenheim.

viele wunderbare blumen und elfen waren zugegen. meine kosmischen eltern waren die hauptdarsteller, obwohl, sie waren die, die die liebe in worte fassen durften und die 99 prozent dazwischen.

es gab so viele geschenke für mich, dass ich es erst langsam verdauen muss. merlin machte seinen walk-in in sangitar und der ganze raum war erfüllt von diesem licht.

ich habe da so ein glaubenssystem in mir, das sagt: meine größten hoffnungen werden immer enttäuscht. so hoffte ich, dass mein papa zu mir kommt und mich berührt. er sagte mir, dass er diesmal kommen wird. und ich traute dieser ansage nicht. dann auf einmal kommt der walk-in tatsächlich in meine richtung. ich spüre diese unglaubliche kindliche freude auf mich zukommen, mein herz machte einen freudensprung und ich wähne mich schon im glück der (fast direkten) begegnung. als ich mir schon ganz sicher war, dass er auf mich zukommt und ich schon vor glück zu explodieren beginne,

wendet er plötzlich seine augen ab und geht an mir vorbei, zu jemand hinter mir. ich wurde ziemlich wütend und schämte mich gleichzeitig, dass ich zu hoffen gewagt hatte. was sich auf den ersten blick als demütigung anfühlte, wurde aber bald für mich als ein akt der liebe sichtbar, der mich aus meinem zustand von übertriebenem (falschem) geltungsbedürfnis herunterholte. ich fragte mich, was das wieder zu bedeuten hat. mein erstes gefühl war, dass ich nicht besonderer als alle anderen anwesenden hier im raum bin.

mein geltungsbedürfnis war ja nur da, weil ein teil von mir sich nicht wertvoll vorkommt. solange ich mir nicht selber wertvoll bin, ist es ein akt der liebe, mir diese illusion von wichtigkeit genommen zu haben.

und als ich das durchschaut hatte, war ich plötzlich voller demut. merlin hat mir das größte geschenk gegeben: meine freiheit von meinem größenwahn und kleinheitswahn gleichzeitig.
und dieses gefühl der demut dauert auch heute noch an.

merlin sagte, er ist gekommen, um uns die freiheit zu geben.
myriel, seine schülerin und hohepriesterin ist gekommen, um uns zu verkünden, dass es nicht mehr möglich ist, unser licht zu verstecken.

ich bin merlin und myriel gleichzeitig

und voller demut über meinen weg.

meine größten hoffnungen wurden übertroffen, weil ich mein gefängnis auf einmal klar sehen kann.

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