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Mittwoch, 26. Mai 2010

ein bild

ein bild genügte, um mir meine verletzlichkeit fühlen zu lassen. es war das bild von dem torrero, der von einem stierhorn im kiefer durchbohrt wurde. ich hab das bild in einer zeitung nur einen augenblick gesehen und die zeitung im nächsten augenblick in den müll geworfen, wütend, da sie meine sämtlichen körperlichen traumen in erinnerung rief. und wütend über die grenzüberschreitung dieses sensationsjournalismus. ich konnte das bild und die verletzung nicht mehr loslassen. es war, als ob ich aufgespießt worden wäre und seitdem spüre ich das horn in meinem kiefer wie ein energetisches implantat.

in der nacht hatte ich eine kopfschmerzattacke, die bis in die früh dauerte, ich atmete in hingabe mit meinem körper, mehr als ich schlafen konnte. das atmen geht heute den ganzen tag weiter, es ist wie ein neufühlen von mir selbst, ich fühle mit meinem verwundbaren körper, ich fühle wie dieser körper von mir getragen wird, es ist eine neuannäherung an meinen status quo als lebendiges wesen. es ist etwas sehr persönliches, das sich entwickelt seit meiner spirituellen selbständigkeit.

keine spirituellen höhenflüge, dafür ein inniges wahrnehmen meiner selbst.

ich habe gestern den teil von mir getroffen, der nicht an wunder glauben will, der auch die kleinen wunder nicht sehen will und er hat es irgendwann geschafft, einen zentimeter weiter zu sehen als vorher.

kein zweifel mehr, dass meine seele mit ihm ist und ihn umfängt.

wunder und wunden
umwunden und verbunden



Kommentare:

  1. ...sehr deutlich sichtbar, ein gutes Foto..

    LG, Rachel

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  2. ... und es ist ein baum, der lebt, wie jeder andere baum ...

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